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Erstellt: Fuad A. Seferagic
bismiLLahir-rahmanir-rahim
Muslim werden
Die schahaadah sprechen .... oder wie nehme ich Islam als Religion an, (konvertieren, übertreten,
sich der Allmacht Gottes unterwerfen, den seelischen Frieden erlangen, dem Feuer entrinnen,
und andere unzulängliche Ausdrucksweisen usf.....
Es ist zu bemerken, dass das Sprechen der schaahadah vor Zeugen eigentlich das Bezeugen der
Tatsache ist, das man bereits Muslim geworden ist; also man ist schon Muslim bevor man vor
Zeugen die schahaadah gesprochen hat, da man ja sonst nichts zu bezeugen hätte. Andererseits
ist das Nichtsprechen des Bekenntnisses vor Zeugen, nur bis zur nächsten Gelegenheit oder
eventuell bei Todesgefahr entschuldbar. Das Sprechen der schaadah vor Zeugen ist
unabdingbarer Bestandteil des Islam, es sei denn jemand nimmt in einer menschenleeren Gegend
oder in Gefangenschaft unter Nichtmuslimen den Islam an, also dort, wo es keine muslimische
Zeugen gibt.
kalimatu-sch-schahaadah
Spruch der Bezeugung
asch-hadu allaa ilaaha illa-llahu wa asch-hadu anna muhammadan 'abduhu wa rasuuluhu
Ich bezeuge, es ist kein Gott außer Gott - und ich bezeuge, dass Muhammad Sein Diener und
Sein Gesandter ist
Angenommen, Gott, der Allmächtige führt eine Seele zur Überzeugung, dass Islam die wahre,
ursprüngliche Religion ist, dann hat der Betroffene imaan in seinem Herzen, was eine innere
Überzeugtheit ist. Die schahaadah ist ein stark komprimierter Spruch mit umfangreichster
Bedeutung und das ehrliche Sprechen setzt Imaan voraus. Wer also die schahaadah ehrlich
spricht, der hat Imaan, was oft nicht voll zutreffend mit "Glaube" übersetzt wird. Spricht also
der, welcher sich bereits innerlich in einem "gläubigen Zustand" ist vor Zeugen die schahaadah
(Bezeugung), so ist er damit Muslim geworden und hat den Islam als seine Religion
angenommen. Er bezeugt seinen Glauben an Allah und Seinen Propheten Muhammad (der
Friede und Segen Allahs seien auf ihm) und alles was damit in Zusammenhang steht, ob er es es
momentan weiß und versteht oder auch nicht, ist nicht entscheidend. Er ist grundsätzlich
überzeugt, dass alles, was Muhammad (der Friede und Segen Allahs seien auf ihm) verkündete,
die Wahrheit ist, wann immer er es erfahren wird oder nicht und was immer die Konsequenzen
sind. Er ist ein mu-min (Gläubiger). Das Wort "Glaube" bezieht sich in der deutschen Sprache
allerdings nicht nur auf Imaan, sondern auch auf andere Bedeutungen, und das kann zu
Missverständnissen führen. Wer die schahaadah unehrlich spricht, also in seinem Herzen nicht
von der Aussage nicht überzeugt ist, der ist ein munaafiq (Heuchler) was viel schlechter ist als
derjenige, welcher Islam offenkundig leugnet.
Die Bezeugung (das Glaubensbekenntnis), wird auch kalimatu-sch-schahaadah, (Spruch der
Bezeugung) genannt. Wenn jemand die selbe Bedeutung mit anderen Worten ausdrückt, so ist er
auch Muslim geworden. Es ist aber keine Voraussetzung, dass die schahaadah in arabischer
Sprache gesprochen wird oder genau so wie sie überliefert ist, doch ist sind die "kalimatu-sch-
schahaadah" oder die "kalimatu-t-tayjbah" die besten Formulierungen, um seinen Islam zu
bezeugen; ein absichtliches Besserformulieren wollen, bezeugt dann aber schon wieder eine
Revolution gegen den Gesandten Gottes und würde die Annahme des Islam fraglich erscheinen
lassen. Wessen Zunge zum Sprechen der arabischen Worte nicht in der Lage ist, der spricht das
Glaubensbekenntnis eben in seiner Muttersprache. Wer sprachbehindert oder stumm ist, der kann
auch durch Gestik seine Bejahung zur vorgesagten schahaadah ausdrücken. Kinder müssen die
schahaadah wiederholen, sobald sie die Geschlechtsreife erlangt haben. Personen, die aufgrund
einer schweren geistigen Beeinträchtigung ihre Annahme des Islam nicht verbal formulieren
oder auf irgendeine andere Weise zum Ausdruck bringen können, gelten so wie Kinder
automatisch als Muslime"
Kinder, welche Islam annehmen (oder deren Eltern Muslime sind), haben ihr Bekenntnis durch
die schahaadah mit Erlangen der Geschlechtsreife erneut zu bekräftigen. Wer die schahaadah
zum Ausdruck gebracht hat, der ist von den Muslimen als Muslim zu achten und ist auch
verpflichtet die Gebote und Verbote des Islam, zu befolgen. Es ist aber nicht genug zu denken:
"Allah weiß, dass Islam in meinem Herzen ist, und den Rest halte ich vor den Muslimen geheim,
weil so und so ist so und so ....und das scheint mir sinnvoller" Die Deklaration des Imaan, die
Bezeugung ist eine der fünf Haupthandlungen des Muslims.
Noch einfacher zu sprechen ist die Kalimtu-t-Tayyibah, der "Spruch des Guten"; das genügt auch
um Muslim zu werden:
laa ilaaha illa-llah(u) muhammadu-r-rasuulu-l-llah
Keine Gottheit außer Gott, Muhammad ist der Gesandte Gottes.
Andere Kalimaat zur Bezeugung des Islaam: Dieses grundlegende Bekenntnis, die
Schahaadah, wird noch durch andere Kalimaat (Sprüche) genauer definiert, so dass die
wichtigsten Aspekte des Islam und es ist gut wenn sichder Muslim die Bedeutungen einprägen
am besten mit dem Wortlaut einprägt. Wenn Christen Islam annehmen, so betont werden, dass
'Isa (Jesus), - der Friede und Segen Allahs sei auf ihm, ein Diener und Gesandter Allahs ist und
eben nicht der Sohn Gottes. Grundsätzlich sind jedoch mit der Schahaadah alle Aspekte des
Islam bereits anerkannt. Um Muslim zu werden ist es keine Voraussetzung den ganzen Islam zu
kennen; wer Imaan ins herz bekommen hat, der kann duie Schahaadah sprechen und sich später
erkundigen. Es ist keine Vorbedingung zu wissen was Imaan (Überzeugtheit des Herzens) alles
bedeutet, oder was die Arkaan (Haupt-Pflichten eines Muslims) sind oder was halaal (erlaubt)
oder haraam (verboten) ist. Es ist durchaus möglich ohne diesem Wissen an Allah und Seinen
Gesandten Muhammad (der Friede Allahs sei mit ihm) zu glauben und sich zum Islam bekennen.
Wenn derjenige, welcher den Islam annehmen will, im Wissen unterwiesen werden will um
seine Entscheidung für Islam treffen zu können, so ist er zu unterrichten bis er weiß was er
wissen wollte.
Vorraussetzungen beim Sprechen der schahaadah:Wer Muslim werden will darf nicht durch
Alkohol oder andere Drogen berauscht sein und nicht dazu gezwungen werden. Wenn im Herzen
der Glaube durch Allahs Gnade verankert wurde dann ist die unsichtbare Voraussetzung um
Muslim werden erfüllt, dann ist Islam leicht und der Gläubige wird nach und nach lernen was er
wissen soll und so viel er kann. Wessen Glaube jedoch auf Spekulation beruht, dem erscheinen
die Pflichten und Verbote Allahs schwer und er wird immer wieder bemüht sein, Islam
entsprechend seiner Bedürfnisse zu interpretieren; z.B. einen Euro-Islam wünschen, der modern
und angepasst ist und nicht geschäftstörend wirkt usw...
Waschung vor der Annahme des Islam sehr empfehlenswert ghusl (Ganzwaschung des
Körpers): Es wird seit der Zeit des Propheten (der Friede Allahs sei mit ihm) als wichtig erachtet,
dass vor dem Aussprechen des Glaubensbekenntnisses, ghusl ( die Ganzwaschung des Körpers)
vollzogen wird; dies ist aber keine absolute Voraussetzung um Muslim zu werden, jedoch
äußerst empfehlenswert, sofern nicht das Sprechen der Schahaadah deshalb vertagt werden
muss; also die Voraussetzungen dazu gegeben sind. ghusl ist der äußere Vollzug einer inneren,
geistigen Reinigung, welche durch die Gnade Allahs beim Bezeugen der Wahrheit gewährt wird.
Denn wenn eine Seele Muslim wird, dann werden Ihr alle früheren Sünden von Allah vergeben
und der geistige Zustand ist mit einem Neugeborenen Kind ohne Sünde zu vergleichen; Schulden
und Verträge verlieren ihre Gültigkeit aber nicht.
Arabische Sprachekenntnisse sind keineswegs erforderlich um Muslim zu werden Es ist
keine Voraussetzung dass man die schahaadah in arabischer Sprache spricht oder genau so wie
überliefert bekannt, doch ist es das beste entweder die "kalimatu-sch-schahaadah" oder die
"kalimatu-t-tayjbah" zu sprechen um seinen Islam zu bezeugen. Wenn jemand die selbe
Bedeutung mit anderen Worten ausdrückt, so ist er auch Muslim geworden. Wer stumm ist, der
kann durch Zeichen seinen Islam bezeugen und wer physisch oder geistig auch dazu nicht in der
Lage ist, der ist entschuldigt und gilt als Muslim so wie Kinder, sofern nichts bereits anderes
bekannt ist. Arabisch ist die Sprache der Offenbarung (Qur'aan) und ihre perfekte Beherrschung
eine der unbedingten Voraussetzungen für den islamischen Rechtsgelehrten. Einfache
Arabischkenntnisse werden aber vor allem von Arabern immer wieder mit den Voraussetzungen
um Muslim zu werden verwechselt und das ist vollkommen falsch. Um Muslim zu werden
bedarf es keines einzigen Wortes Arabisch außer "Allah" und "Muhammad" und nachdem man
Muslim geworden ist, ist prinzipiell nur das vorgeschriebene Gebet in arabischer Sprache zu
erlernen, und auch nicht von heute auf Morgen, sondern so wie einen Allah dazu befähigt hat.
Gewisse Vorfälle erwecken den Eindruck, dass manche Araber ihre Muttersprache mit dem
Wissen oder verstehen des Islam verwechseln. Das mag von Identitätsmangel, falsche 'Aqidah
(Fehler in den Grundverständnissen des Glaubens), Stolz und Unwissenheit herrühren. Es sei
aber dessen ungeachtet jedem Muslim sehr empfohlen, sich möglichst weitreichende Kenntnisse
der arabische Sprache anzueignen, den der Vorteile sind nicht abzuschätzen.
Voraussetzungen für die Zeugen und Umstände Die Zeugen müssen erwachsene, geistig
gesunde Muslime sein die das gesprochene verstehen können. Entweder zwei Männer oder ein
Mann und zwei Frauen. Die Zeugen müssen Muslime und volljährig sein. Es ist weder
erforderlich noch abzulehnen, dass die Zeugen Imame (Vorbeter), Gelehrte, oder Vertreter
irgendeiner muslimischen Gesellschaft sind, oder dass das Bekenntnis in einer Moschee oder zu
einer bestimmten Zeit oder zu einem besonderen Anlass gesprochen wird oder sonstige
Ehrenvolle Umstände damit in Verbindung zu bringen sind.
Darf ein Muslim seine Zeugenschaft Verweigerung oder Verzögerung? Es gibt leider immer
wieder Fälle, wo von erwählten Zeugen behauptet wird, dass derjenige, welcher den Islam
annehmen möchte, zuerst das Gebet und anderes (vielleicht gar auf arabisch) erlernen muss und
er sich ein von ihnen erdachtes Maß an Wissen erwerben muss bevor ihm sein Muslim werden
bezeugt (eventuell bescheinigt) wird. Es gibt sogar Fälle wo sich die Zeugen als Prüfer
aufspielen wollen. All dies ist vollkommen unerlaubt und wer die Zeugenschaft (akustisch oder
schriftlich) des Islam verweigert bzw. solange verzögert bis eine Gebetszeit vorbeigegangen ist,
der begibt sich selbst in Richtung kufr (außerhalb des Islam). Es gibt außer der Aussage der
schahaadah kein weiteres Wissen, welches Voraussetzung ist um Muslim zu werden, denn dies
beruht auf Imaan. Prüfungen über die Aussage der einfachen Bezeugung hinaus, sind daher nicht
zulässig; auch dann nicht, wenn man vermutet einen munaafiq (Heuchler) vor sich zu haben.
Wenn einen Muslim die Bestätigung des Islam für einen anderen verzögert oder verweigert,
indem er z.B. sagt "Sie müssen erst etwas Arabisch lernen und so "richtig" verstehen und mir
zeigen wie sie beten können, so ist dies ein Zeichen von kufr (Leugnung des Islam) der
vermutlich die Verwechslung von Islam und ererbter Kultur (Pseudogelehrsamkeit gehört hier
dazu) zugrunde liegt. Wer Imaan hat, der wird die Botschaft annehmen; wer kein Imaan hat, dem
helfen auch lange Belehrungen nichts. Imaan ist eine Gnade Allahs. Wenn aber jemand von sich
aus belehrt werden will bevor er die schahaadah spricht, so soll man dies so lange tun bis er
glaubt ausreichend wissen zu haben um die schahaadah zu sprechnen. Der erste Erwachsene,
(möge Allah seine mit ihm zufrieden sein) welcher den Islam vor über 1400 Mondjahren in
Mekkah annahm, tat dies ohne vorgehende Unterweisungen über die verschiedenen
Wissensgebiete des Islam und ohne Kenntnis jegliche der Konsequenzen; und so war dies bei
den meisten Muslimen der Anfangszeit. Andererseits ist überliefert, dass sich später die
munafiqiin (Heuchler) in der Stadt Madinah, zwecks erhoffter Vorteile, den Islam annahmen und
der Prophet (der Friede und Segen Allahs seien auf ihm) dies wusste, jedoch die Heuchler nicht
aufdeckte bis ihr eigens Verhalten sie entlarvte.
Was geschieht wenn ich Muslim werde ?Das Sprechen der kalimatu-sch-schahaadah (Spruch
der Bezeugung) ist das Bewahrheiten des Islam vor der muslimischen Gesellschaft, vor den
NichtMuslimen und nicht zuletzt vor sich selbst. Die Nafs (Seele, Ego) versucht damit den Weg
der Revolte gegen Allah bewusst zu verlassen; sie hat sich "unterworfen", sie hat inneren
Frieden, wenn auch nicht sofort erlangt, so doch in Aussicht, weil die Überzeugung, dass es
keine Macht und Kraft außer Allah gibt, nunmehr Überzeugung ist. Wenngleich Schaidtaan
(Satan, Teufel) die Nafs wegzubringen versuchen wird, so hält sich der Muslim für einen Kampf
gegen sich selbst bereit; dieser kampf wurde vom Propheten (der Friede und Segen Allahs sei auf
ihm) auch der Große Dschihaad genannt.Wer die> Schahaadah< mit Bewahrheiten des Herzens
spricht, der ist innerlich bereits Muslim noch bevor er das, was für ihn in seinem Herzen schon
Realität ist, verbalisiert. Islam setzt Imaan (Glaube) voraus, welcher durch das Sprechen des
Glaubensbekenntnisses erstmals und grundsätzlich manifestiert wird: "laa ilaaha illa-l-llah -
muhammadu-r-rasuulu-l-llah" ( kein Gott außer Gott und Muhammad ist Sein Gesandter.) Die
Bedeutung des kurzen, komprimierten Glaubensbekenntnisses ist sehr umfassend und kommt in
weiteren Kalimaat (Sprüchen) zum Ausdruck. Alles darin Enthaltene anerkennt ein Muslim mit
seinem ganzen Herzen. Wer diese Kalimaat kennt und bewahrheitet, der bemerkt leichter wenn
falsche Vorstellungen in sein Herzen eindringen wollen und hat einen Schatz in seinem Herzen
angelegt und einen Schutz um sein Herz herum. Sollte ein Muslim seine Unwissenheit oder
falsche Sicht in der einen oder anderen Glaubensfrage später feststellen, so wird er das neu zu
ihm gelangte oder vielleicht erst später richtig verstandene Wissen nachträglich in sein Herz
aufnehmen und kein Makel ist daran. Jeder Mensch ist bei seiner Geburt Muslim, bzw. wie ein
weißes Blatt ohne Sünde und erst später wird ihm was anderes anerzogen. Adam (der Friede und
Segen Allahs sei auf ihm), der erste Mensch und der erste Prophet, und erste Muslim und seine
Religion war der Islam, das Ergeben sein in den Göttlichen Willen. Die Bezeichnungen für Islam
waren im Lauf der Zeit unterschiedlich und die Praktiken auch und Gesandte Allahs (der Friede
und Segen Allahs sei auf ihnen allen), gab es viele. Das arabische Wort muslim bezieht sich auf
die Eigenschaft des "ergeben Seins (in den Willen Gottes)" wie ein Blatt im Wind und im
übertragenen Sinn: "sich mit dem Gesetz Gottes im Einklang befinden". Insofern ist jedes Tier
und jedes Ding "muslim", weil ihnen keine gegen Gottes Gesetz revoltierende Seele geschaffen
wurden; also kein freier Wille vorhanden ist. Insofern hat auch Goethe jeden Menschen in einem
Gedicht als Muslim erwähnt: ("..." ) Der verantwortlich gewordene, erwachsene Mensch hat aber
im Gegensatz zum Neugeborenen seinen freien Willen entwickelt und er kann sich gegen das
Gesetz Allahs zu stellen versuchen obwohl dies nichts am Schicksal (qadr) ändert, wohl aber ist
sein Zustand kufr (das bewusste Unterwerfen leugnend) im Gegensatz zu Imaan (der Zustand,
der in Überzeugung von Allahs Allmacht befindlichen Seele; oft undeutlich mit Glaube
übersetzt). Solch einen Revoltierenden gegen Allah, verlässt zumindest während seiner Revolte
gegen Allah der Glaube oder das Licht des Glaubens.
Was bedeutet Muslim werden bzw. sein? Das Wort "Muslim" bezeichnet einen Menschen,
dessen Religion Islam ist, also derjenige welcher in seinem Herzen von der Existenz Allahs und
Seinen Propheten Muhammad (der Friede und Segen Allahs seien mit ihm) überzeugt ist
(Imaan). "muslim" ist. "muslim" ist aber auch ein Eigenschaftswort, und bedeutet "ergeben sein"
in Den Willen Des Einzigen Gottes, dessen Name Allah ist. Alle Menschen und Dinge sind
zwangsläufig dem Willen ihres Schöpfers untertan, doch mit "muslim sein" wird der absichtliche
und freiwillige versuch zur Ergebenheit gemeint. Der NichtMuslim ist ständig in hoffnungsloser
Revolte gegen Allah, und kann daher den inneren Frieden nicht finden und in das Paradies nicht
eingehen; doch weiß (bzw. glaubt) er es nicht. Der Wandel vom NichtMuslim zum Muslim ist
ein gewaltiger ein Schritt, der das ganze Leben innerlich und äußerlich verändert. Nicht jeder
erlebt aber diese Änderung im gleichen Maße und nur wenige leben mit voller Intensität wovon
ihr Herz überzeugt ist. Die persönlichen Fähigkeiten und Eigenschaften des Nichtmuslims, sein
Charakter wird in den Islam mitgebracht.
Kann ein Muslim den Islam wider verlassen ? Jemand der Muslim ist, anerkennt durch das
Sprechen des Glaubensbekenntnisses Allah als Einzigen Gott und den Propheten Muhammad
(möge der Friede und Segen Allahs mit ihm sein), als wahren, von Allah gesandten Botschafter
(Rasuul), Prophet (Nabi), welcher das Wort Allahs (Qur'aan) ohne eigene Zugabe verkündet hat.
Wird die Basis geleugnet oder in ihrer Bedeutung verdreht, dann ist das der reale Austritt aus
dem Islam. Einen rechtlichen Austritt aus dem Islam gibt es nicht, wenn man von unislamischen
Behörden absieht, welche für Islam eigen regeln erfunden haben. Islam ist ja keine Religion der
Wahl, sondern die letzte und einzig noch gültige. Islam ist fast das Gegenteil der Institution
"Kirche". Es gibt keine Stelle bei der man sich abmelden könnte. (Auch ist nicht erforderlich,
wenn man von Behörden absieht die manchmal Ausweise verlangen. Der Ausweis des Muslim
ist jeweils das gesprochene Bekenntnis. Wessen Herz Imaan verlässt, dessen Muslim-Seins ist zu
Ende und niemand kann es verhindern. Dies Verlassen ist ein innerlicher Vorgang, welcher nach
Außen z.B. durch verleugnen der Existenz Allahs usw., und/oder andere Handlungen zum
Ausdruck kommen kann, aber nicht muss. Meist bleibt das Verlassen des Islam unbemerkt,
selbst für den Betroffenen. Muhammad (der Friede und Segen Allahs sei auf ihm) hat dies mit
dem Kriechen einer schwarzen Ameise in der schwarzen Nacht verglichen. Die Betroffenen sind
sich dessen nicht bewusst, denn mit dem geistig gestorbenen Herzen können sie diesen Vorgang
nicht mehr empfinden und fürchten auch nicht mehr das Feuer der Hölle, selbst wenn sie den
Qur'aan auswendig gelernt haben und wunderschön rezitieren können. Die Herkunft aus einem
sogenannten islamischen Land bedeutet nicht, dass es sich um einen Muslim handelt, also weil
seine Eltern Muslim waren und er gewisse Feste feiert. Es kommt vor, dass ein Mensch, der seit
Kindheit amtlich als Muslim geführt wird, sogar immer wieder betet, jedoch kein Imaan
(Überzeugung des Herzen) hat. Er "glaubt" zwar an seine muslimische Identität, aber seine
rituellen Handelungen sind gerbte Kultur, welche zwar vom Islam stark geprägt sein mag und
daher auf den ersten Blick die innere Ablehnung des Islam (Allah sei Dank) verschleiert.
(Vergleiche die Christen und Weihnachten.) Die "kulturellen Muslime" können bei demjenigen,
der Islam neu angenommen hat, tiefe Enttäuschungen auslösen, denn oft hat dann das behauptete
keinerlei Wert. Islam ist weder einer bestimmten Kultur noch einer bestimmten Rasse zugehörig.
Sollte ein Muslim den Islam verlassen haben und später seinen kufr (Leugnung des Islam)
eingestehen und bereuen, so muss er den Islam erneut vor Zeugen annehmen um Muslim zu sein.
Was muss ich als Muslim sofort beginnen? Solange jemand das Gebet >salaah< noch nicht
auf arabisch sprechen kann, beschränkt er sich auf die Bewegungen während des Gebets und
wiederholt z.B. die Worte: "Lobpreis sei Allah" (al hamdu-li-llahi) , notfalls aber in seiner
Muttersprache. Niemals darf der Muslim jedoch das Gebet unterlassen, weil er es noch nicht auf
arabisch kann. Es ist allgemein eine Pflicht, sich um das nötige Wissen für einen Muslim zu
bemühen, wie z.B. wie die rituelle Waschung durchgeführt wird oder das rituelle Gebet (salaah)
in arabischer Sprache, zu erlernen, was je nach Fähigkeit von Nichtarabern in Tagen oder
Wochen auswendig gelernt werden. Siehe Basis / fünf Säulen.
Beschneidung Die Beschneidung ist für erwachsene Männer welche Muslime werden keine
Pflicht (fard) jdoch eine sunnah (von Muhammad , der Friede und Segen Allahs sei mit ihm,
empfohlene, gutgeheißene Praxis), die auf den Propheten Ibrahim (der Friede und Segen Allahs
sei mit ihm) zurückgeht. Manche Gelehrte empfehlen erwachsenen Männern, welche Muslime
werden, ihre Geschlechtsteile besser dem Blick des Arztes zu entziehen, doch die Mehrheit
empfiehlt die Beschneidung. Von der Beschneidung für Mädchen (afrikanische Sitte) ist nicht
empfohlen, war jedoch von Muhammad (der Friede und Segen Allahs sei mit ihm) geduldet. Die
in heutigen Medien berichten Verstümmelungen, welche angeblich von Muslimen praktiziert
werden, sind keineswegs im Islam legitimiert; lediglich die Freilegung der Klitoris und nicht ihre
Entfernung, wurde von einigen Gelehrten als nicht untersagt verstanden.
Namensänderung ? Den Namen zu wechseln wenn man Muslim wird ist keinerlei Pflicht, doch
ist es of praktiziert und im Fall eines ungünstig scheinenden Namen eine Empfehlung des
Gesandten Allahs (der Friede und Segen Allahs sei mit ihm.) Der Name ist etwas Bedeutendes
und begleitet einem das ganze Leben. Wenn man etwa jemand Jakob heißt, so ergäbe es auch
keinen Sinn diesen Namen zu ändern, da Jakob (Y'aquub) ohnehin auf den Propheten Y'aquub
verweist (der Friede und Segen Allahs sein auf ihm) und ein typisch muslimischer Name ist.
wenn aber jemand z.B. 'Christian' oder 'Schiva' heißt, dann wäre eine Namensänderung in
Hinblick auf die dadurch zu erwartenden Missverständnisse anzuraten. Viele bevorzugen ein
Namensänderung aus Ihrer Liebe zu Allah und wollen auch mit ihren Namen Islam signalisieren.
Es wird berichtet, dass der Gesandte Allahs (der Friede und Segen Allahs sein auf ihm) bei
manchen seiner Gefährten den Namen geändert hat.
Spekulationen Möglicherweise wirkt die Spekulation über die Vor- oder Nachteile in der
weltlichen Zukunft als Hindernis beim Muslimwerden. Die Seele (Selbst, Ego, nafs) sucht
Bequemlichkeiten wo sie nur kann denn es ist möglich, dass solche Bequemlichkeiten gestört
werden. So ist der Berauschte wegen des Drogenverbots und die Schöne wegen der
Verschleierungsvorschrift vielleicht abgeneigt den Islam zu bezeugen. Doch sicherlich ist es aber
besser ein sündiger Muslim zu sein, als ein NichtMuslim, der auch ohne Rausch auf Dauer das
Feuer zur Wohnstatt haben wird; der sündige Muslim lebt jedoch letztlich ins Paradies.
Scheinislam ? Vermutungen dass jemand auf Grund anderer Beobachtungen als dem Sprechen
der schahaadah Muslim sei, hört man immer wieder, wie z.B. von Goethe und anderer sich zum
Islam positiv äußernden Persönlichkeiten. Wenn aber der Betroffene die schahaadah nicht
sprach, bzw. dies nicht bezeugt wurde, kann im Sinne der schar'ia (islamisches Recht) nicht von
einem Muslim gesprochen werden, es sei denn, er hat vor der Zeit der Offenbarung des Qur'aan
gelebt, wie z.B. die Jünger von Jesus oder Moses (der Friede und Segen Allahs sei auf ihnen),
bevor sich die jeweiligen Irrmeinungen in ihre oder ihrer Nachfolger Herzen einschlichen.
Dokumente Ein schriftliches Dokument oder irgendeine Registrierung über das Muslimsein ist
keineswegs eine Notwendigkeit, jedoch in Hinblick auf die starke Verkulturung und
Säkularisierung des Islam wird dies immer wieder von Österreichern verlangt; nicht so von
Muslimen aus Ländern wo Islam schon länger bekannt ist, selbst wenn es offensichtlich ist, dass
diese "Muslime" mit Islam nichts zu tun haben. Bei Beantragung eines Visa für die hadsch oder
bei einer einer Namensänderung oder Heirat kann einem dies (meist von Muslimen produzierte
Umstände) ersparen. Es ist auch eine Tatsache, dass Muslime aus sogenannten islamischen
Staaten manchmal "Islam-Ausweise" von Muslimen westlicher Länder, verlangen. Es ist auch
vorgekommen, dass eine Frau vor einem Mann eine "Gebetsprüfung" mit den dazugehörigen
Bewegungen ablegen musste oder, dass schriftliche Bescheinigungen "des Glaubens" mit
Prüfungen verbunden wurden, usw. auch wenn die betroffenen schon Jahrelang Muslime waren.
Die beschämende Arroganz solcher Personen ist unvorstellbar wenn man es nicht selbst in
irgendeiner Form erlebt hat. Alle solche absurden, dekadenten und perversen Erscheinungen sind
als psychologischer Notstand gut nachvollziehbar, doch ein trauriges Zeichen der
Glaubensschwäche. Möge mir Allah verzeihen wenn ich etwas Fehlerhaftes schrieb oder auf
etwas Unverzichtbares vergessen habe. Korrekturen, Hinweise und Ergänzungen nehme ich
gerne entgegen.
Kalimatu-t-tamdschiid
Spruch der Lobpreisung
subhaana-llahi wa-l-hamdu lillahi wa laa ilaaha illallahu wa-llahu akbar -- wa laa haula wa laa
quwwata illa billahi-l-'alijil 'atdhiim
Lob und Preis ist Allahs und es gibt keinen Gott außer Allah und Allah ist am Größten;
keine Macht und keine Kraft außer durch Allah, Den Erhabenen, Den Höchstmächtigen.
kalimatu-t-tauhiid
Spruch der Einheit
laa ilaaha illa-llahu wahdahu laa schariika lah -- lahu-l-mulku wa lahu-l-hamdu -- juhjii wa
jumiitu wa huwa hayjju-llaa jamuutu abadan abada -- dhu-l-dschalaali wa-l-ikraam -- bijadihi-
l-khair -- wa huwa 'alaa kulli schai-in qadiir
Es gibt keinen Gott außer Allah, Den Einzigen, Den Partnerlosen; Sein ist die Herrschaft und
Sein ist aller Preis. Er belebt und Er läßsst sterben und Er ist der Lebende und ER ist der
Unsterbliche in alle Ewigkeit. Sein ist die Majestät und Ihm allein gebührt Ehrerweisung; alles
Gute ist in Seinen Händen und Er ist aller Dinge Mächtig
kalimatu-l-istighfaar
Spruch des Vergebung suchen
astaghfiru-l-llaaha rabbi min kulli dhambin adhnabtuhuu 'amadan au khadtaa'an sirran au 'alaa
nijjatan wa atuubu ilaihi mina-dh-dhambi-l-ladhii 'alamu wa mina-dh-dhambi-l-ladhii laa
a'alamu innaka anta 'allaamu-l-ghujuubi wa sattaru-l-'ujuubi wa ghaffaaru-dh-dhunuubi wa laa
haula wa laa quwwata illaa bi-l-llaahi-l -'alijji-l -'attdhiim
Ich suche Vergebung bei Allah, meinem Schöpfer und Erhalter, für alle Sünden, welche ich
absichtlich oder unabsichtlich begangen habe, geheim oder offen. -- Ich wende mich (in Reue) zu
Ihm von allen Sünden, welche ich kenne und den Sünden, welche ich nicht kenne; -- sicherlich,
Du kennst das Unsichtbare und Du bist der Beschützer vor allen Sünden; und es gibt keine Kraft
und keine Macht -- außer bei Allah, dem Höchstmächtigsten.
kalimatu raddi-l-kufr
Spruch der Zurückweisung von kufr
allahumma innii a'uudhu bika min an uschrika bika schai-anwa anaa a'alamu-bihi wa
astaghfiruka limaa laaa a'alamu-bihi tubtu 'anhu wa tabarra-tu min al kufr wa-sch-schirki wa-l-
kidhbi wa-l-ghiibati wa-l-bid-'ati wa-n-namiimati wa-l-fawaahischi wa-l-buhtaani wa-l-ma'aasi'
kullihaa wa aslamtu wa aquulu laa ilaaha illa-l-llahu muhammadu-r-rasuulu-l-llah
Oh Allah! Bei Dir suche ich Zuflucht von dem, was ich mit Dir wissentlich assoziiere, und ich
suche Deine Vergebung für das, was ich davon unwissentlich getan habe und ich bereue es; ich
will Abstand halten von kufr, Schirk, Lügen, übler Nachrede, Irrglauben, Verleumdungen,
falschen Beschuldigungen und schändlichen Taten und allen Arten von Sünden. Und ich
unterwerfe mich und ich erkläre: Es gibt keinen Gott außer Allah, Muhammad ist der Gesandte
Allahs
imaan mufaßßal
Die Teile des Glaubens
amantu billahi wa malaa-i-katihi wa kutubihi wa rusulihi wal j
aumi-l-akhiri wal qadri khairihi
wa scharrihi mina-l-llahi ta'aalaa wa-l-b'athi ba'ada-l-maut
Ich glaube an Allah, Seine Engel, Seine Bücher, Seine Gesandten, den Tag des Gerichts, die
Vorbestimmung vom Guten und Bösen durch Allah, den Höchsten, und an das Leben nach
dem Tod.
imaan mudschmal
Zusammenfassung des Glaubens
aamantu bi-l-llahi kamaa huwa bi asmaaa-i-hi wa ßifaatihi wa qabiltu dschamii'i ahhkaamihi
iqrarum-bi-l-lisaani wa taßdiqum-bilqalb
Ich glaube an Allah, so wie Er ist, mit Seinen Namen und Eigenschaften und nehme alle
Seine Verordnungen an durch Sprechen mit der Zunge und Bewahrheiten mit dem
Herzen.