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Erstellt: Fuad A. Seferagic
bismiLLahir-rahmanir-rahim
Ziele des Islam
Der Islam befasst sich nicht nur mit dem ewigen Leben im Jenseits, sondern er richtet sein
Augenmerk in gleichem Maße auch auf das diesseitige Leben. Sittliche Vollkommenheit,
sozialer Fortschritt, wirtschaftliche Gerechtigkeit, zwischenmenschliche Liebe und
Barmherzigkeit, politische Vernunft und Friede sind Ziele, die der Islam zur Erreichung wahren
menschlichen Glücks in diesem Leben zu verwirklichen sucht.
Pflichten des Muslims
Der Islam schreibt den Gläubigen das tägliche Gebet vor. Dadurch wird neben der äußeren
Reinigung durch Waschung auch die Reinigung der Seele erzielt. Die Vermögensabgabe (Zakat)
ist nicht nur ein Faktor des sozialen Systems des Islam, sondern auch gleichzeitig ein Mittel zur
seelischen Entlastung, denn sie soll allein aus dem Glauben an Gott gezahlt werden. Das
vorgeschriebene Fasten im Monat Ramadan gibt dem Gläubigen nicht nur ein Mittel zur
Erlangung von Selbstbeherrschung. Die Pilgerfahrt nach Mekka schließlich lässt den Gläubigen
die wahre Hinwendung an Gott, die Opferbereitschaft und die Brüderschaft der Muslime aus
aller Welt spüren. Neben diesen vier Hauptpflichten, die dem Gläubigen vorgeschrieben sind,
gibt es im Gesetz Gottes noch viele andere Gebote und Verbote, die dem Menschen den Weg zu
einem glücklichen Leben in dieser Welt und einem gottnahen ewigen Leben im Jenseits weisen.
Somit kann jede Arbeit des Menschen zum Gottesdienst werden, nämlich dann, wenn sie gemäß
dem Willen Gottes und mit der auf-richtigen Absicht durchgeführt wird.
Schahaadah
Bezeichnung für das islamische Glaubensbekenntnis; die sprachliche Bezeugung des Zustandes
des Herzens. indem man sagt: „Kein Gott außer Gott; Muhammad ist Sein Gesandter“ und dies
als Wahrheit empfindet und sich an alles, was dies impliziert, zu halten beabsichtigt, oder wie
der Islam als Religion angenommen wird; sich der Allmacht Gottes unterwerfen; den seelischen
Frieden erlangen, wie ich dem Feuer entrinne, eder Schlüssel zum Paradies, usw....
Die Schahaadah (asch-schahaadah) ist die Bezeugung des Islam als verbindliche Wahrheit...:
"Ich bezeuge, dass kein Gott außer Gott ist - und ich bezeuge, dass Muhammad Sein
Diener und Sein Gesandter ist" und wird auch kalimatu-sch-schahaadah (Spruch der
Bezeugung) genannt und ist das Glaubensbekenntnis des Muslim. Die Schahaadah ist die
grundlegendste, Handlung durch deren Sprechen man zum Muslim wird. Wer die Schahaadah
zurechnungsfähig vor muslimischen Zeugen spricht, gilt als Muslim und unterliegt den Rechten
und Pflichten die Allah festgelegt hat. Das Sprechen der Schahaadah bringt den Imaan
(Überzeugung des Herzens, Glaube) zum Ausdruck und sollte daher von Muslimen oftmals am
Tag (auch leise) wiederholt werden.
Kalimatu-sch-schahaadah
Spruch der Bezeugung
Asch-hadu allaa ilaaha illa-llahu wa asch-hadu
anna muhammadan 'abduhu wa rasuuluhu
Ich bezeuge, dass kein Gott außer Allah ist -
und ich bezeuge, dass Muhammad Sein
Diener und Sein Gesandter ist.
Wer die Schahaadah vor zwei muslimischen Zeugen ehrlich spricht, ist er Muslim geworden und
hat den Islam als seine Religion angenommen. Er bezeugt seinen Imaan (Glauben) an Allah und
an Seinen Propheten Muhammad (der Friede und Segen Allahs seien auf ihm). Es ist nicht
entscheidend ob er momentan alles was mit Islam zusammenhängt weiß oder nicht. Der Muslim
ist grundsätzlich überzeugt, dass alles, was Muhammad (der Friede und Segen Allahs seien auf
ihm) verkündete, die Wahrheit ist, wann immer er es erfahren wird oder was immer die
Konsequenzen für Ihn sein werden.
Der Prophet Mohammed ( Allahs Segen und Friede auf ihm ) berichtete : „La ilaaha illa´llah“ ist
der beste Ausspruch und der schwerste auf der Waage am Jüngsten Tag.
Alle Propheten und Gesandten haben eine himmlische Botschaft mit dem Inhalt : „La ilaaha
illa´llah“ offenbart. Keiner von ihnen hat sich als Gott oder Sohn Gottes ausgegeben.
Imaan
Zustand der Überzeugtheit - Glaube an Allah - Die Voraussetzung Muslim zu sein. "Imaan" ist
der Zustand der Bestätigung im Herzen, von dem, was als Wahrheit betrachtet wird. "Glauben
kann als Übersetzung gelten, wenn dies damit gemeint ist. Muslime verwenden dieses Wort aber
für ihren besonderen Zustand der Überzeugtheit, nämlich dass nur Islam wahr ist und dass Islam
durch Muhammad (der Friede und Segen Allahs sei auf ihm) von Allah, dem einzigen Gott,
offenbart wurde samt allen Details, welche damit aktiviert werden.
Durch Bezeugung oder Leugnung des Imaan (Glauben) gilt man rechtlich als Muslim oder eben
als NichtMuslim. Handlungen ('Amaal ) manifestieren Imaan, sind aber nicht die Basis des
Imaan, doch wird Imaan durch entsprechend Handlungen gestärkt. Imaan kommt ohne
entsprechende Handlungen schnell abhanden oder wird auf die Kulturebene reduziert, was dann
nur mehr scheinbar Imaan (bzw. Islam) ist. Die Trennung zwischen Imaan und 'Amaal (Glaube
und Handlung) ist im Grunde nur ein sprachliches Hilfsmittel um heikle Angelegenheiten für
sich selbst und in der Gesellschaft ordnen zu können (nicht zu verwechseln mit Säkularismus);
im täglichen Leben (des Herzen, der Politik, Haushalt, Kunst ...usw.) sollten Imaan und 'Amaal
als untrennbare Einheit erkannt werden, sonst mündet man früher oder später im Zustand der
innerlichen Säkularität, und dann ist man bereits außerhalb des Islam, jedoch nicht außerhalb
einer landesüblichen islamischen Kulturerscheinung; ...
Säkularismus ist ein Symptom der Säkularität (Weltlichkeit) des Herzens.
Muhammad (saws)
(der Friede und Segen Allahs
seien auf ihm)
Muhammad (der Segen und Frieden Allahs sei auf ihm) wurde vor über 1400 Jahren in Mekkah
geboren und ist in Madinah gestorben und hat innerhalb von 23 Jahren, Offenbarungen Allahs
durch den Engel Dschibraiil (Gabriel) empfangen. Seine Charaktereigen-schaften, Erklärungen
und sonstigen Handlungen wie sie aus den authentischen Überlieferungen (ahadiith)
hervorgehen, bilden neben dem Qur'aan die Grundlage für das Verständnis des Islam. Allein die
Kenntnis über sein Leben erweckt die muhabbat (Liebe in Gedenken an Allah) zu ihm und die
Überzeugung, dass alles Wahrheit ist, was er sprach. Muhammad war - so wie auch alle seine
Vorgänger (Jesus, Moses, usw. bis zurück zu Adam (möge Allah Seinen Segen und Frieden auf
alle kommen lassen) nicht der Begründer des Islam, sondern der analphabetische Gesandte
Allahs. Muhammad (der Friede und Segen Allahs seien auf ihm) hat nicht auf Grund von
persönlichen Bedürfnissen verkündetet, sonder was Allah durch ihn geoffenbart hat. Muhammad
ist der Beginn der Schöpfung, das erste Licht vor der Erschaffung der Seelen, die Perfektion des
Menschen und das Siegel aller Offenbarungen und der Vollender des din (Religion).
Details, welche beim Muslim werden dabeibeachtet werden können oder müssen. Eine
Zusammenfassung der wichtigsten Umstände (Muhammad Abu Bakr Müller.)
Kalimaat (weitere Sprüche, sing.Kalimah, durch welche unverzichtbare Aspekte des Islam kurz
zusammenfasst sind und die Schahaadah in ihrer umfangreichen Bedeutung genauer definiert
wird.